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A-Führerschein: Alles Wichtige zum offenen Motorradführerschein

KI-generiert: Ein Motorradfahrer in grauer Textilkleidung und Vollvisierhelm fährt mit dem A-Führerschein auf einer großen Reiseenduro eine kurvige, leere Landstraße durch eine weite, hügelige Landschaft entlang.
Mit Liebe und KI erstellt

Du willst Motorrad fahren, ohne dich später um PS-Grenzen oder Drosselung zu kümmern? Dann ist der A-Führerschein der richtige Weg. Er ist die höchste Führerscheinklasse für Motorräder in Deutschland und berechtigt dich, jedes Motorrad ohne Leistungs- oder Hubraumbegrenzung zu fahren.

Wie viel das kostet, ab welchem Alter du loslegen kannst und was du sonst noch wissen musst, klären wir hier.

Das Team MYCOVER® klärt auf!

Ein Motorradfahrer in Textiljacke und robusten Stiefeln geht mit dem A-Führerschein und dem Helm in der Hand auf seine geparkte Reiseenduro am Straßenrand zu.
Mit Liebe und KI generiert 

Was ist der A-Führerschein?

Der A-Führerschein, umgangssprachlich auch „großer Motorradführerschein“ oder „offener Motorradführerschein“ genannt, ist die höchste deutsche Fahrerlaubnis für Motorräder. Anders als bei den kleineren Klassen gibt es hier keine Begrenzung mehr bei Leistung, Hubraum oder Höchstgeschwindigkeit. Du fährst, was du willst.

Was die Führerscheinklasse A besonders macht:

  • Sie schließt automatisch alle anderen Motorrad-Klassen mit ein (AM, A1, A2)
  • Du darfst ungedrosselte Maschinen mit beliebiger Leistung und PS-Zahl fahren
  • Auch große Trikes über 15 kW sind erlaubt (ab 21 Jahren)
  • Die Fahrerlaubnis A gilt EU-weit und nicht nur in Deutschland

Der A-Führerschein lohnt sich für alle, die langfristig ohne Beschränkung fahren und sich auch leistungsstarke Maschinen offenhalten wollen. Für den reinen Einstieg reichen dagegen oft schon die kleineren Klassen A1 oder A2. Welche Klasse am besten zu dir passt, klärst du im Vergleich aller Klassen in unserem Ratgeber zum Motorradführerschein.

Was kostet der A-Führerschein?

Wie teuer der A-Führerschein wird, hängt vor allem davon ab, wie viele Übungsstunden du bis zur Prüfungsreife brauchst. Beim Direkteinstieg fällt der volle Ausbildungsumfang an, über den Stufenweg von A2 wird es deutlich günstiger (mehr dazu hier: Aufstieg von A2 auf A). Die folgende Übersicht zeigt dir die einzelnen Posten.

KostenpunktSpanne (ca.)
Grundgebühr Fahrschule300 bis 450 €
Fahrstunden (Übung + 12 Sonderfahrten)1.800 bis 3.100 €
Prüfungsgebühren (TÜV/DEKRA + Vorstellung Fahrschule)200 bis 300 €
Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs, Passbild, Antrag100 bis 180 €
Lernmaterial & Apps50 bis 120 €
Gesamtca. 2.500 bis 4.000 €

Den größten Unterschied macht dabei deine Vorerfahrung. Wer schon auf einem A1-Motorrad oder einem Roller saß, kommt mit wenigen Übungsstunden aus. Wer komplett bei null anfängt, braucht eher 10 bis 20 Stunden zu je 60 bis 100 € (45 Minuten), bis er prüfungsreif ist. Genau daran entscheidet sich, ob du am unteren oder oberen Ende der Spanne landest.

Was kostet der A-Führerschein, wenn ich den Auto-Führerschein schon habe?

Wenn du schon den Auto-Führerschein hast, bekommst du einen kleinen Vorteil bei der Theorie. Da du den Grundstoff in Teilen bereits kennst, reichen 6 Doppelstunden statt 12. Der praktische Teil bleibt dagegen voll bestehen. So sieht der Umfang mit Vorbesitz B aus:

  • Theorie Grundstoff: 6 statt 12 Doppelstunden
  • Theorie Zusatzstoff Motorrad: 4 Doppelstunden (unverändert)
  • Sonderfahrten: alle 12 bleiben Pflicht
  • Theorie- und Praxisprüfung: legst du regulär ab

Unterm Strich sparst du mit dem Auto-Führerschein realistisch 100 bis 200 € beim Theorieteil. Richtig ins Gewicht fällt der Vorbesitz erst, wenn du schon einen A1- oder A2-Führerschein hast. Dann fallen deutlich mehr Stunden weg. Welche Wege dir als Autofahrer sonst noch offenstehen, liest du auf unserer Seite Motorrad fahren mit Autoführerschein.

Es gibt einen Weg, schon vorher und ohne komplette Motorradausbildung auf zwei Räder zu kommen: die Schlüsselzahl B196. Ab 25 Jahren und mit fünf Jahren Auto-Führerschein-Besitz darfst du nach einer kurzen Schulung eine 125er fahren, ganz ohne Prüfung (gilt nur in Deutschland und lässt sich nicht auf die höheren Klassen anrechnen).

Ein ungezwungenes Motorradtreffen von Fahrern mit dem A-Führerschein vor einem rustikalen Holzgebäude. Verschiedene Motorräder stehen locker verteilt auf einem Schotterplatz, während sich im Hintergrund mehrere Fahrer in Motorradkleidung unterhalten.
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Was darf ich mit Führerschein Klasse A fahren?

Die Klasse A ist die volle Freiheit auf zwei Rädern: kein Leistungslimit, keine Hubraum-Grenze, keine Drosselung. Vom wendigen Roller bis zur 200-PS-Maschine fährst du alles, worauf du Lust hast. Egal ob Tourer für die große Reise, Supersportler, Naked oder Cruiser, mit der Klasse A steht dir die komplette Motorradwelt offen. Damit ist der A-Führerschein die einzige Klasse, die dir wirklich jede Tür offenlässt.

Im Detail berechtigt dich die Klasse A zu:

  • Krafträdern aller Art mit mehr als 50 ccm Hubraum
  • Motorrädern mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit über 45 km/h
  • Fahrzeugen mit Beiwagen ohne Leistungsbegrenzung
  • dreirädrigen Kraftfahrzeugen mit mehr als 15 kW Leistung (ab 21 Jahren)
  • allen Fahrzeugen der Klassen AM, A1 und A2, die automatisch mit dabei sind

Wenn du dir später eine 1000er-Maschine zulegen willst, führt kein Weg an der Klasse A vorbei. Sie ist die einzige Klasse ganz ohne Leistungsgrenze und lässt dir bei der Motorwahl jede Freiheit.

Achtung: Das Fahren eines A-Motorrads mit A2-Führerschein gilt als Fahren ohne Fahrerlaubnis, eine Straftat mit möglichen Folgen wie Geldstrafe, Punkten in Flensburg und Führerschein-Entzug.

Ab wann darf ich den A-Führerschein machen?

Für den A-Führerschein gibt es drei Wege mit unterschiedlichen Altersgrenzen. Welcher zu dir passt, entscheidet sich anhand deines Alters und deiner bisherigen Führerscheine.

Direkteinstieg mit 24 Jahren: Du machst den A-Führerschein in einem Rutsch, ohne vorher A1 oder A2 zu haben. Einmal durch, fertig. Das ist der klassische Weg für alle, die später erst mit dem Motorradfahren anfangen.

Stufenweg ab 20 Jahren: Du besitzt bereits seit zwei Jahren die Klasse A2 und steigst dann auf die Klasse A um. Der große Vorteil: Die Theorieprüfung entfällt komplett und du brauchst deutlich weniger Übungsstunden. Mehr Details dazu in unserem Artikel zum Aufstieg von A2 auf A.

Trikes ab 21 Jahren: Eine Sonderregel für dreirädrige Trikes mit mehr als 15 kW Leistung. Wer ausschließlich Trikes fahren möchte, kann den A-Führerschein bereits mit 21 Jahren machen. Ein zweirädriges Motorrad ist mit dieser Variante allerdings nicht erlaubt.

Die theoretische Prüfung darfst du schon drei Monate vor deinem Geburtstag ablegen, die praktische Prüfung einen Monat vorher. Wer also pünktlich zum 24. Geburtstag den Führerschein in der Tasche haben will, sollte rechtzeitig anfangen.

Draufsicht auf einen Schreibtisch mit locker verstreuten Dokumenten für den A-Führerschein: Antrag, Sehtest, Erste-Hilfe-Bescheinigung, Passbild und Personalausweis. Daneben liegen Haftnotizen, ein Stift, ein Stempel und eine Kaffeetasse.
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Voraussetzungen für den A-Führerschein

Bevor du dich in der Fahrschule anmeldest, solltest du sicherstellen, dass du alle Grundvoraussetzungen erfüllst. Die Liste ist überschaubar, aber jeder Punkt ist Pflicht.

  • Mindestalter erreicht (24, 21 oder 20 Jahre, je nach Weg)
  • Sehtest bei einem Optiker oder Augenarzt (nicht älter als zwei Jahre)
  • Erste-Hilfe-Kurs mit 9 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten
  • Biometrisches Passfoto für den Führerschein
  • Personalausweis oder Reisepass als Identitätsnachweis
  • Antrag bei der Führerscheinstelle deines Wohnortes

Den Antrag stellst du beim Bürgeramt oder der Fahrerlaubnisbehörde. Meistens kannst du das auch online vorbereiten. Plane hier vier bis sechs Wochen Bearbeitungszeit ein, weil oft polizeiliche Auskünfte eingeholt werden. Wer zu spät anfängt, riskiert Verzögerungen beim Prüfungstermin.

Sehtest und Erste-Hilfe-Kurs kannst du parallel zur Anmeldung in der Fahrschule erledigen. Der Erste-Hilfe-Kurs gilt unbegrenzt. Wenn du den schon einmal gemacht hast (zum Beispiel fürs Auto), reicht das auch für den A-Führerschein.

Klasse A: So verläuft die Ausbildung bis zur Fahrerlaubnis

Hast du die Voraussetzungen geklärt und dich in der Fahrschule eingeschrieben, durchläufst du eine Ausbildung in zwei Blöcken, an deren Ende die theoretische und die praktische Prüfung stehen.

  • Die Theorie: Unterricht und theoretische Prüfung
  • Die Praxis: Übungsstunden, Sonderfahrten und die praktische Prüfung

Der tatsächliche Umfang richtet sich vor allem danach, was du an Vorerfahrung mitbringst. An einer gewissen Pflichtbasis kommt allerdings niemand vorbei.

Theorieunterricht für die offene Klasse A

Beim direkten Einstieg ohne andere Klasse umfasst der Pflichtteil 12 Doppelstunden Grundlagen und 4 Doppelstunden zur Motorradtechnik, gerechnet in Einheiten zu 90 Minuten. Liegt bereits eine Fahrerlaubnis wie die Klasse B vor, fällt der Grundstoff auf die Hälfte, also 6 Doppelstunden, während die 4 motorradspezifischen bestehen bleiben. Die abschließende Theorieprüfung erfolgt am Computer und stellt dir 30 Fragen beim ersten Erwerb beziehungsweise 20 bei einer Erweiterung. Mehr als 10 Fehlerpunkte bedeuten das Aus.

Welche Fahrstunden bei Klasse A Pflicht sind

Die Anzahl der gewöhnlichen Übungsstunden bestimmt dein Fahrlehrer nach Bedarf, gesetzlich vorgeschrieben ist sie nicht. Verpflichtend sind beim Direkteinstieg dagegen 12 Sonderfahrten in der Aufteilung 5 Überland, 4 Autobahn und 3 bei Dunkelheit, jeweils eine Dreiviertelstunde. Bist du bereits im Besitz von A1 oder A2, ohne die 2 Jahre auf A2 erreicht zu haben, verringert sich das Pensum auf 3, 2 und 1 Fahrt. Wer die 2 Jahre A2 voll hat, benötigt überhaupt keine Sonderfahrten mehr und steigt nach wenigen Übungsstunden auf der größeren Maschine direkt um. Die Einzelheiten dazu findest du auf unserer Seite zum Aufstieg von A2 auf A.

Die praktische Prüfung in der Klasse A

Im Direkteinstieg dauert die praktische Prüfung etwa 60 Minuten, beim Umstieg von A2 sind es 40. Zunächst stehen die Grundfahraufgaben an, darunter Slalom, Ausweichen, Gefahrenbremsung und das Manövrieren mit Schrittgeschwindigkeit, anschließend zeigst du auf einer längeren Strecke im öffentlichen Verkehr, dass du das Motorrad souverän beherrschst.

Ein Motorradfahrer in voller Schutzausrüstung fährt bei der praktischen Prüfung für den A-Führerschein auf einem großen Motorrad konzentriert einen Slalom-Parcours durch orange-weiße Pylonen. Im unscharfen Hintergrund steht ein Fahrprüfer mit Klemmbrett und Warnweste und schaut zu.
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Fazit: Lohnt sich der A-Führerschein?

Wenn du langfristig und ohne Leistungsgrenze Motorrad fahren möchtest, ist der A-Führerschein, also der große Motorradführerschein der Klasse A, die richtige Wahl. Er ist eine Investition, von der du jahrzehntelang profitierst. Die Fahrerlaubnis selbst gilt unbefristet, nur das Führerscheindokument darf alle 15 Jahre erneuert werden. Bist du jünger als 24, lohnt sich in der Regel der Stufenweg über A2. Du sammelst zwei Jahre Erfahrung auf einer gut beherrschbaren Maschine und der spätere Aufstieg in die Klasse A fällt deutlich kürzer und günstiger aus. Den direkten Vergleich zu allen Klassen findest du in unserem Ratgeber zum Motorradführerschein.

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FAQ: Häufige Fragen zum A-Führerschein

Was kostet der A-Führerschein?

Im Direkteinstieg liegst du meist zwischen 2.500 und 4.000 €. Wie hoch der Betrag genau ausfällt, hängt vor allem von der Zahl deiner Übungsstunden ab. Über den Stufenweg von A2 wird es deutlich günstiger, weil die meisten Pflichtstunden wegfallen. Du hast schon A2? So sparst du beim Aufstieg von A2 auf A.

Wie lange dauert der A-Führerschein?

Im Direkteinstieg brauchst du meist drei bis sechs Monate. Beim Aufstieg von A2 auf A geht es deutlich schneller, oft reichen ein bis zwei Monate. Wer es eilig hat, kann einen Intensivkurs wählen und die Ausbildung in wenigen Wochen abschließen.

Wie viele PS darf ich mit dem A-Führerschein fahren?

Es gibt keine PS-Obergrenze. Mit dem A-Führerschein darfst du jedes Motorrad fahren, egal ob 50 PS, 150 PS oder mehr. Auch das Leistungsgewicht spielt keine Rolle, anders als bei der Klasse A2.

Was bedeutet das „A“ auf dem Führerschein?

Das „A“ steht für die Fahrerlaubnisklasse A, also den unbeschränkten Motorradführerschein. Die kleineren Klassen A1 (bis 125 ccm) und A2 (bis 35 kW) sind automatisch mit enthalten.

Was passiert, wenn ich mit A2 ein A-Motorrad fahre?

Das gilt als Fahren ohne Fahrerlaubnis und ist eine Straftat. Mögliche Folgen sind eine Geldstrafe, Punkte in Flensburg und der Entzug der Fahrerlaubnis. Bei einem Unfall kann zusätzlich die Versicherung die Leistung verweigern.

Kann ich den A-Führerschein im Intensivkurs machen?

Ja, viele Fahrschulen bieten Intensivkurse an. Die komplette Ausbildung wird dabei in wenigen Wochen durchgezogen, oft in Vollzeit. Die Kosten liegen meist etwas höher als bei der regulären Ausbildung, dafür sparst du viel Zeit.

Was ist der Unterschied zwischen A1, A2 und A?

Die drei Klassen unterscheiden sich vor allem in der erlaubten Leistung und im Mindestalter. A1 fährst du ab 16 mit bis zu 125 ccm und 11 kW, A2 ab 18 mit bis zu 35 kW, und die offene Klasse A ab 24 (oder ab 20 über den Stufenweg) komplett ohne Beschränkung. Praktisch heißt das: Mit dem A-Führerschein darfst du automatisch alles fahren, was auch unter A1 und A2 fällt. Du willst alle Klassen auf einen Blick? Den kompletten Vergleich findest du in unserem großen Ratgeber zum Motorradführerschein.

Wie viele Theoriestunden brauche ich für den A-Führerschein?

Im Direkteinstieg sind es 16 Doppelstunden (12 Grundstoff plus 4 Zusatzstoff). Mit Vorbesitz B reduziert sich der Grundstoff auf 6 Doppelstunden. Beim Aufstieg von A2 mit zwei Jahren Vorbesitz entfällt der Theorieunterricht komplett.

Ist der A-Führerschein zeitlich befristet?

Die Fahrerlaubnis gilt unbefristet. Das Dokument (also die Plastikkarte) muss aber alle 15 Jahre erneuert werden. Das ist reine Verwaltung ohne erneute Prüfung oder Sehtest.

Was bringt die Schlüsselzahl 196 im Vergleich zum A-Führerschein?

Die Schlüsselzahl B196 erlaubt B-Inhabern, 125er-Krafträder in Deutschland zu fahren. Voraussetzung: 25 Jahre alt, fünf Jahre B-Besitz und eine kurze Schulung. Das ist kein A-Führerschein und gilt nicht im Ausland.