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AM Führerschein Kosten, Voraussetzungen & was du fahren darfst

Lächelnder Fahrer mit offenem Helm sitzt auf seinem dunkelblauen Roller am Ortsrand, Wiese und Hecke daneben. AI GENERATED
Mit Liebe und KI generiert

Mit dem AM-Führerschein sitzt du früher auf zwei Rädern als mit jeder anderen Fahrerlaubnis. In vielen Bundesländern machst du ihn schon mit 15 Jahren, also noch bevor Gleichaltrige überhaupt an den Autoführerschein denken. Für viele ist er der erste Schritt in die eigene Unabhängigkeit: zur Schule, zum Ausbildungsplatz oder zu Freunden, ohne auf Bus, Bahn oder das Elterntaxi angewiesen zu sein.

Damit ist der AM-Führerschein der früheste Einstieg in das motorisierte Fahren auf zwei Rädern. Auf dieser Seite erfährst du, was hinter den zwei Buchstaben steckt, welche Fahrzeuge du damit bewegen darfst und welche Voraussetzungen du erfüllen musst.

Das Team MYCOVER® klärt auf!

Was ist der AM Führerschein? Was bedeutet AM?

AM ist die kleinste motorisierte Führerscheinklasse in Deutschland und gleichzeitig der typische Einstieg für Jugendliche in die Welt der Motorrad-Führerscheinklassen. Im Volksmund hörst du dafür oft die Begriffe Mopedführerschein, Rollerführerschein oder einfach „der 50er-Schein“. Gemeint ist immer dasselbe, nämlich die Fahrerlaubnis für kleine Krafträder bis 45 km/h.

Bekommen darfst du den AM Führerschein bundesweit ab 15 Jahren. Diese Regelung gilt seit dem 28. Juli 2021 in ganz Deutschland. Vorher war das frühe Einsteigen nur in einzelnen Bundesländern möglich, die einen Modellversuch laufen hatten, darunter Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Ausbildung kannst du je nach Fahrschule schon einige Monate vor deinem 15. Geburtstag starten. Fahren darfst du dann ab deinem 15. Geburtstag.

Was du für die Anmeldung brauchst:

  • Mindestalter 15 Jahre
  • Sehtest beim Optiker oder Augenarzt
  • Erste-Hilfe-Kurs (heißt heute „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“)
  • Biometrisches Passfoto
  • Antrag bei der Führerscheinstelle deiner Stadt

Wenn du später den Autoführerschein der Klasse B mit Erweiterung B196 machst, ist AM da übrigens automatisch mit enthalten. Und auch wenn du irgendwann auf eine 125er mit der Klasse A1 aufsteigst, bleibt dir der AM Schein erhalten.

Tipp: Für Moped und Roller brauchst du kein festes Kennzeichen, sondern ein Versicherungskennzeichen von einer Kfz-Versicherung. Es gilt vom 1. März bis Ende Februar und wechselt jährlich die Farbe. Vor dem Saisonstart im Frühjahr besorgst du dir also rechtzeitig ein neues, sonst fährst du ohne Versicherungsschutz. Die Haftpflicht kostet meist zwischen 40 und 100 Euro im Jahr, als junger Fahrer eher am oberen Ende.

Junger Mann füllt am Holztisch lächelnd ein Formular aus, daneben liegen ein Erste-Hilfe-Set und eine Tasse. AI GENERATED
Mit Liebe und KI generiert 

Was kostet der AM Führerschein?

Beim AM Führerschein bewegen sich die Kosten meistens zwischen 500 und 1.000 Euro. Damit ist er deutlich günstiger als der A1 oder A2, weil weniger Pflichtstunden vorgeschrieben sind und keine Autobahnfahrten dazugehören. Wie teuer es am Ende wirklich wird, hängt vor allem davon ab, wie schnell du das Fahren beherrschst und in welchem Bundesland du wohnst.

PostenKosten (ca.)
Grundgebühr Fahrschule150 bis 350 €
Theorieprüfung (TÜV/DEKRA)25 €
Praktische Prüfung90 €
Antrag Führerscheinstelle40 bis 70 €
Sehtestbis 10 €
Erste-Hilfe-Kurs25 bis 50 €
Passbild10 bis 15 €
Fahrstunden Praxis (je 45 Min)45 bis 80 € pro Stunde
Lehrmaterial (Bücher, App)50 bis 80 €
Schutzkleidung (falls nicht gestellt)500 bis 700 €

Was viele unterschätzen, sind die Folgekosten, wenn du durch eine Prüfung fällst. Eine neue Prüfungsgebühr plus zusätzliche Übungsstunden können dich schnell 200 bis 300 Euro extra kosten. Genau deshalb lohnt sich gute Vorbereitung doppelt.

Die Theorie-App ist bei vielen Fahrschulen bereits im Grundbetrag enthalten. Frag also erst einmal nach, bevor du selbst etwas kaufst. Wird sie separat berechnet, kostet die hauseigene App schnell 50 bis 80 Euro, während unabhängige Apps mit offiziellem Fragenkatalog oft günstiger sind. Entscheidend ist ohnehin nicht der Preis, sondern gründliches Lernen: Jede gesparte Übungsstunde ist direkt 45 bis 80 Euro weniger auf der Rechnung. Wer mit fünf statt zehn Übungsstunden auskommt, spart schnell rund 300 Euro.

Hol dir außerdem vorab Angebote von zwei oder drei Fahrschulen in deiner Nähe ein, denn die Grundgebühren unterscheiden sich teils erheblich, und manche Fahrschulen rechnen das Lehrmaterial extra ab.

Was darf man mit AM fahren?

Mit dem AM Führerschein bewegst du sogenannte Kleinkrafträder und leichte vierrädrige Kraftfahrzeuge. Die technischen Grenzen sind klar gesetzt: maximal 45 km/h Höchstgeschwindigkeit, maximal 50 ccm Hubraum bei Verbrennern und maximal 4 kW Nenndauerleistung, das entspricht rund 5,4 PS. Bei reinen Elektro-Zweirädern liegt die Leistungsgrenze ebenfalls bei 4 kW.

Damit hast du eine ordentliche Auswahl auf zwei, drei und vier Rädern:

  • Mopeds und Mokicks bis 45 km/h, also das klassische 50er-Moped
  • Motorroller bis 50 ccm und 45 km/h, zum Beispiel eine Vespa Primavera 50 oder eine Piaggio Zip 50
  • Leichte dreirädrige Krafträder bis 45 km/h
  • Vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge wie Microcars, Aixam oder Ligier, bis 45 km/h und 425 kg Leermasse
  • Elektro-Roller mit entsprechender Leistungsbegrenzung bis 4 kW

Nicht erlaubt ist dagegen alles, was schneller als 45 km/h läuft, mehr als 50 ccm Hubraum hat oder über 5,4 PS leistet. Eine 125er ist also tabu, dafür brauchst du die Klasse A1. Größere Maschinen wie eine Yamaha MT-07 oder eine Kawasaki Z650 fallen in die höheren Motorradklassen A2 oder A.

Mit AM darfst du weder auf die Autobahn noch auf Kraftfahrstraßen. Die dort vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit von 60 km/h schafft dein Fahrzeug schlicht nicht. Bundesstraßen sind dagegen erlaubt, solange dort kein Verbotsschild für Krafträder steht.

Auf der Straße schreibt dir der Gesetzgeber nur den Helm vor, alles andere ist dringend empfohlen, aber freiwillig. In der Fahrschule ist das anders: Auf das Fahrschulfahrzeug darfst du nur in kompletter Schutzkleidung. Dazu gehören ein geprüfter Motorradhelm (ECE-Norm), Motorradhandschuhe, eine eng anliegende Motorradjacke mit Rückenprotektor, eine Motorradhose und Motorradstiefel mit Knöchelschutz. Ohne diese Ausrüstung finden weder die Fahrstunden noch die praktische Prüfung statt. Viele Fahrschulen verleihen die Ausrüstung, frag also vorher nach, was gestellt wird. Und auch wenn du nach der Prüfung frei entscheiden darfst: Bei einem Sturz macht Schutzkleidung selbst bei 45 km/h den Unterschied zwischen einer Schürfwunde und einer bleibenden Verletzung.

Rollerfahrer in blauer Motorradjacke und schwarzem Helm fährt von hinten gesehen über eine gerade Landstraße. AI GENERATED
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Fazit: Lohnt sich der AM Führerschein?

Der AM Führerschein ist der günstigste und schnellste Einstieg in die motorisierte Welt auf zwei Rädern. Mit 500 bis 1.000 Euro bist du dabei, ab 15 Jahren darfst du loslegen, und du bekommst direkt ein gutes Gefühl für den Straßenverkehr. Das ist ideal, wenn du später auf eine 125er oder ein richtiges Motorrad umsteigen willst.

Klar, mit 45 km/h und 50 ccm bist du nicht der Schnellste und die Autobahn bleibt tabu. Dafür reicht der AM völlig aus, um zur Schule, zum Sportverein oder zum Kumpel zu kommen, ohne auf Bus und Bahn angewiesen zu sein. Wer den AM macht, sollte ihn als das sehen, was er ist: ein praktischer Einstieg, der dich unabhängig macht und gleichzeitig die Grundlage für alles Größere schafft, was später kommt. Welche Klasse für dich danach sinnvoll ist, siehst du in unserer Übersicht zum Motorradführerschein.

Dein erster Roller, von Anfang an geschützt

Für viele ist der AM-Führerschein der Einstieg in das eigene Fahrzeug, und deinen ersten Roller oder dein Moped willst du von Anfang an gut behandeln. Ob draußen vor dem Haus oder in der Garage, eine Abdeckplane lohnt sich in beiden Fällen. Im Freien hält eine Outdoor-Abdeckplane von MYCOVER für Roller Regen, UV-Strahlung und Straßenschmutz zuverlässig ab, und in der Garage schützt sie vor Staub und Kratzern. Die Lüftungsöffnungen sorgen dafür, dass sich unter der Plane keine Feuchtigkeit staut.

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Die wichtigsten Fragen zum AM-Führerschein

Was ist der Unterschied zwischen AM und AM1?

AM1 ist die österreichische Bezeichnung für eine eigene Führerscheinunterklasse, die du in Deutschland nicht brauchst. Hierzulande heißt der Führerschein einheitlich AM und gilt für alle Mopeds, Roller und Leichtkraftfahrzeuge bis 45 km/h. Wenn dir der Begriff AM1 begegnet, geht es entweder um Österreich oder um eine Verwechslung.

Kostet der AM-Führerschein in Bayern, NRW oder Niedersachsen unterschiedlich viel?

Die Preise schwanken je nach Bundesland und sogar von Stadt zu Stadt deutlich. In Bayern und Baden-Württemberg zahlst du tendenziell etwas mehr, in Teilen von NRW und Niedersachsen kommst du oft günstiger weg. Der größte Hebel ist allerdings nicht das Bundesland, sondern die jeweilige Fahrschule.

Wie lange dauert es, bis ich den AM-Schein in der Tasche habe?

Mit guter Vorbereitung schaffst du den AM-Führerschein in vier bis sechs Wochen. Du brauchst mindestens zwölf Theoriestunden und mehrere Praxisstunden, danach folgen Theorie- und Praxisprüfung. Wenn du beide Prüfungen direkt bestehst, kann es sogar noch schneller gehen.

Wann sollte ich anfangen, den AM-Führerschein zu machen?

Du kannst dich rund drei bis sechs Monate vor deinem 15. Geburtstag in der Fahrschule anmelden. So nutzt du die Wartezeit für Theoriestunden und kannst direkt nach deinem Geburtstag die praktische Prüfung ablegen. Frag aber vorher bei deiner Fahrschule nach, ab wann sie Minderjährige aufnehmen.

Darf ich mit dem AM-Führerschein in das Ausland fahren?

Hier kommt es auf dein Alter an. Hast du den AM-Führerschein mit 15 gemacht, trägt er die Schlüsselzahl 195 und gilt bis zu deinem 16. Geburtstag nur in Deutschland, Fahrten in das Ausland sind in dieser Zeit nicht erlaubt. Ab 16 wird der Schein EU-weit anerkannt, du darfst dann also auch in Österreich, Frankreich oder Italien Moped fahren. Achte trotzdem darauf, dass deine Versicherung Auslandsfahrten abdeckt, und prüfe vorab die Geschwindigkeits- und Verkehrsregeln im Zielland.

Kann ich später vom AM auf eine 125er umsteigen?

Für eine 125er brauchst du den Führerschein der Klasse A1, den du ab 16 machen kannst. Deine Theorie-Grundausbildung aus dem AM wird dabei teilweise angerechnet, du sparst also Zeit und Geld. Der AM Schein bleibt dir parallel erhalten und gilt weiterhin für Mopeds und Roller. Wer noch eine Stufe weiter denkt, findet die Details im Ratgeber zum Aufstieg von A1 auf A2.

Gilt für den AM-Führerschein die zweijährige Probezeit?

Für reine AM-Führerscheine gibt es keine Probezeit. Die zweijährige Probezeit greift erst, wenn du einen Führerschein der Klassen B, A1, A2 oder A machst. Das heißt aber nicht, dass Verstöße folgenlos bleiben, denn Punkte in Flensburg und Bußgelder kassierst du auch mit AM. Sobald du später deinen Auto- oder größeren Motorradführerschein machst, startet die Probezeit ab dem neuen Schein.

Ist der AM-Führerschein im Autoführerschein (Klasse B) enthalten?

Wer einen Autoführerschein der Klasse B besitzt, hat die Klasse AM automatisch mit eingeschlossen und darf damit Mopeds, Roller und Leichtkraftfahrzeuge bis 45 km/h fahren, ohne den AM separat zu machen. Eine eigene AM-Ausbildung brauchst du also nur, wenn du noch keinen Autoführerschein hast.

Welche Fahrzeuge du allein mit dem Pkw-Führerschein bewegen darfst, liest du im Ratgeber Motorrad mit Autoführerschein fahren. Wenn du sogar eine 125er fahren möchtest, führt der Weg über die Erweiterung B196.

Was ist der Unterschied zwischen dem AM-Führerschein und der Mofa-Prüfbescheinigung?

Die Mofa-Prüfbescheinigung erlaubt dir nur Fahrzeuge bis 25 km/h und verlangt lediglich eine theoretische Prüfung, keine praktische. Der AM-Führerschein geht deutlich weiter: Er gilt bis 45 km/h und setzt Theorie- und Praxisprüfung voraus. Die Mofa-Variante ist damit günstiger und schneller gemacht, der AM-Führerschein bietet dir dafür mehr Tempo und eine größere Fahrzeugauswahl.

Darf ich mit dem AM-Führerschein ein Quad oder ein Mopedauto fahren?

Neben Rollern und Mopeds schließt die Klasse AM auch dreirädrige Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge ein, umgangssprachlich Mopedautos oder Microcars genannt. Erlaubt sind sie, solange sie höchstens 45 km/h fahren und ihre Leermasse 425 kg nicht überschreitet. Auch leichte Quads in dieser Klasse darfst du damit bewegen. Für schnellere oder schwerere Fahrzeuge reicht der AM-Führerschein dagegen nicht aus.